Schlafapnoe Düsseldorf
Schlafapnoe – Wenn Schnarchen gefährlich wird
Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist mehr als störendes Schnarchen. Es handelt sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der es während des Schlafs wiederholt zu Atemaussetzern kommt. Unbehandelt erhöht die Schlafapnoe das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere schwere Erkrankungen deutlich.
In unserer HNO-Praxis in Düsseldorf-Golzheim diagnostizieren und behandeln wir Schlafapnoe – mit einem ganzheitlichen Ansatz, der die Ursachen in den Fokus stellt.
Was passiert bei Schlafapnoe?
Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlaffen während des Schlafs die Muskeln im Rachenbereich. Die Atemwege verengen sich oder verschließen sich komplett – es kommt zum Atemstillstand.
Der Körper reagiert mit einer Weckreaktion (Arousal), um die Atmung wieder in Gang zu setzen. Diese Weckreaktionen sind meist so kurz, dass Sie sich am Morgen nicht daran erinnern. Trotzdem unterbrechen sie Ihren Schlaf dutzende oder gar hunderte Male pro Nacht.
Die Folgen:
- Sauerstoffmangel – bei jedem Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut
- Kein erholsamer Schlaf – die Tiefschlafphasen werden gestört
- Stress für Herz und Kreislauf – durch ständige Alarmsituationen
- Tagesmüdigkeit – mit Gefahr beim Autofahren und bei der Arbeit
Symptome: Habe ich Schlafapnoe?
Typische Anzeichen für eine Schlafapnoe sind:
Nachts
- Lautes, unregelmäßiges Schnarchen
- Atemaussetzer (vom Partner beobachtet)
- Aufwachen mit Luftnot oder Herzrasen
- Häufiges nächtliches Wasserlassen
- Unruhiger Schlaf, starkes Schwitzen
Tagsüber
- Ausgeprägte Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
- Sekundenschlaf-Gefahr
- Konzentrationsprobleme
- Morgendliche Kopfschmerzen
- Reizbarkeit, depressive Verstimmung
- Libidoverlust
Risikofaktoren
- Übergewicht – der wichtigste Risikofaktor
- Männliches Geschlecht (Männer sind häufiger betroffen)
- Höheres Alter
- Alkoholkonsum (besonders abends)
- Anatomische Besonderheiten (enger Rachen, große Mandeln)
- Familiäre Vorbelastung
Diagnostik in unserer Praxis
1. Ausführliches Gespräch
Wir erfragen Ihre Beschwerden, Schlafgewohnheiten und Risikofaktoren. Fragebögen zur Tagesschläfrigkeit (z.B. Epworth-Skala) helfen bei der Einschätzung.
2. HNO-Untersuchung
- Video-Endoskopie – Untersuchung von Nase, Rachen und Kehlkopf
- Rhinomanometrie – Messung der Nasenatmung
- Beurteilung der Anatomie: Mandeln, Zunge, Gaumensegel, Nasenscheidewand
3. Ambulante Schlafdiagnostik (MESAM)
Für die Schlafdiagnostik müssen Sie nicht ins Schlaflabor. Mit unserem MESAM-Gerät können Sie die Untersuchung bequem zu Hause durchführen:
- Kleines, tragbares Messgerät
- Einfache Handhabung
- Messung über eine Nacht in Ihrer gewohnten Schlafumgebung
- Aufzeichnung von: Schnarchgeräuschen, Atemfluss, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Körperlage
Am nächsten Tag werten wir die Daten in der Praxis aus und besprechen die Ergebnisse mit Ihnen.
Schweregrade der Schlafapnoe
Die Schlafapnoe wird nach dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) eingeteilt – der Anzahl der Atemaussetzer und Atemflussverminderungen pro Stunde Schlaf:
- Leichte Schlafapnoe: AHI 5-15/Stunde
- Mittelschwere Schlafapnoe: AHI 15-30/Stunde
- Schwere Schlafapnoe: AHI über 30/Stunde
Therapieoptionen
Gewichtsreduktion – Ursachenbehandlung
Bei übergewichtigen Patienten ist die Gewichtsreduktion oft der effektivste Ansatz. Bereits 10% Gewichtsverlust können die Schlafapnoe-Symptome um bis zu 50% reduzieren.
Wir unterstützen Sie dabei mit:
- Ärztlich begleiteter medikamentöser Therapie (GLP-1-Rezeptoragonisten)
- Regelmäßigen Verlaufskontrollen
- Kontrolle der Schlafapnoe-Parameter im Verlauf
→ Mehr zu unserem Ansatz bei der Schnarchtherapie
CPAP-Therapie
Bei mittelschwerer bis schwerer Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) die Standardbehandlung. Eine Maske erzeugt einen leichten Überdruck, der die Atemwege offenhält.
Wir arbeiten eng mit Schlaflaboren und Lungenfachärzten zusammen, um die optimale Versorgung sicherzustellen.
Unterkieferprotrusionsschienen
Bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe kann eine spezielle Zahnschiene helfen, die den Unterkiefer nach vorne verlagert und so die Atemwege öffnet.
Operative Optionen
Bei anatomischen Ursachen können operative Eingriffe sinnvoll sein:
- Nasenseptumkorrektur
- Mandelverkleinerung
- Gaumensegelstraffung
- Zungenbasisreduktion
Wir beraten Sie ausführlich zu den verschiedenen Optionen.
Warum Schlafapnoe behandeln?
Unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für:
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Diabetes Typ 2
- Depressionen
- Verkehrsunfälle durch Sekundenschlaf
Eine erfolgreiche Behandlung verbessert nicht nur Ihren Schlaf, sondern schützt Ihre Gesundheit langfristig.
Termin vereinbaren
Schnarchen Sie stark? Sind Sie tagsüber müde trotz ausreichend Schlaf? Wurde bei Ihnen bereits eine Schlafapnoe festgestellt?
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer HNO-Praxis zur Abklärung.
Telefon: 0211 - 310 78 01
Adresse: Kaiserswerther Str. 115 (Sternhaus, 5. Etage), 40474 Düsseldorf-Golzheim
Bitte bringen Sie – falls vorhanden – bereits vorhandene Befunde vom Hausarzt oder Schlaflabor mit.
